Wanderritt im Romantischen Franken – Reiten zwischen Main und Donau

Verbringen Sie gern in Ihrer Freizeit angenehme Stunden mit Ihrem Pferd in der Natur? Ich schon. Oft unternehme ich am Wochenende mehrstündige Ausritte zwischen 12 und 25 km. Deshalb habe ich mir für diesen Herbst einen Wanderritt als Ziel gesteckt.

Nach einem geführten Wanderritt in Frankreich in den Pyrenäen auf einem Fremdpferd vor drei Jahren, war dies mein erster Wanderritt mit meinem eigenen Pferd.

Ich war natürlich nicht alleine. Auf dieses Abenteuer habe ich mich gemeinsam mit drei lieben Menschen unserer Stallgemeinschaft begeben. Sie möchten wissen, wie unser Reitabenteuer im Landkreis Ansbach verlaufen ist? Das erfahren Sie nachfolgend.

Di. 01.10.2013 – Packe, packe Tasche … Vorbereitungen
Mi. 02.10.2013 – Das Abenteuer beginnt!
Do. 03.10.2013 – Tour #1 von Reitstation Nr. 61 Hutzelhof zu Nr. 51 Oberhauser
Fr. 04.10.2013 – Tour #2 von Reitstation Nr. 51 Oberhauser zu Nr. 12 Städtler
Sa. 05.10.2013 – Tour #3 von Reitstation Nr. 12 Städlter zu Nr. 14 Stegmüller
So. 06.10.2013 – Tour #4 von Reitstation Nr. 14 Stegmüller zu Nr. 61 Hutzelhof

 

Fazit/ Resümee

Der Wanderritt im schönen Franken war sowohl landschaftlich schön und wettertechnisch vielseitig. Die Verpflegung war überwiegend lecker und die Unterkünfte sauber und zum Großteil gemütlich.

Wir haben einige liebe Menschen kennen gelernt, die wie wir mit Pferden verbunden sind.

Der dritte Tag war aufgrund ganztätigem Dauerregens sehr bescheiden, hatte aber auch etwas Gutes: Ich habe einmal mehr gespürt, dass ich lebe und wie klein und zerbrechlich der Mensch eigentlich ist. Am Tag darauf haben wir über diesen miesen Tag dann auch schon wieder gelacht.

Dank GPS-Navigation sind wir immer direkt ohne Umwege an das jeweilige Stationsziel gekommen. Die meisten Strecken haben wir im Schritt zurückgelegt. Einige Strecken haben wir für Trabeinlagen und Galoppaden genutzt.

Die Wegbeschaffenheit war sehr unterschiedlich: Von sich durch Wald und Fischweiher schlängelnde Trampelpfade (Wald-/Wiesenboden), Wiesenwege, über geschotterte bis asphaltierte Wegabschnitte.

Ein Hufschutz (Eisen, Hufschuhe) sollte demnach vorhanden sein. Unsere Pferde waren alle beschlagen und das war auch gut so. Kurz vor unserem Abenteuer haben wir unsere Pferde noch einmal frisch beschlagen lassen.

Das Gepäck für Pferd und Reiter war nach den abwechselnden Wettereinlagen kaum zu viel. Ich gebe zu, ein paar Dinge hätte vielleicht jeder zu Hause lassen können, aber man weiß ja nie … und danach ist man in der Regel immer schlauer.

Meine Ausrüstung hat einwandfrei gehalten. Den Sattel hatte ich vor dem Wanderritt noch einmal vom Sattler hinsichtlich Kammerweite und Polsterbeschaffenheit kontrollieren lassen. Die voll gepackte Packtasche lag immer einwandfrei mittig und nie einseitig. Die vollen 1 Liter-Trinkflaschen hatten darin sicheren halt und sind nicht ausgelaufen.

Die Wegstrecken erschienen mir nicht zu lang und mit einer Mittagspause dazwischen erst recht nicht. Melli und die anderen Pferde haben haben sie gut gemeistert, wobei ich sagen muss, dass die Teilstrecken mit einer Länge 10 bis 16 km unserer Standard-Ausreitlänge entsprechen und wir auch vorher etwas trainiert haben.

Bei Melli habe ich bemerkt, dass sie Tag für Tag ein Stück schneller unterwegs war und die Geschwindigkeit auch über längere Zeit gehalten hat. Die Pferde laufen sich wirklich mit der Zeit ein und wir haben gemerkt, dass ihnen die Bewegung gut tat. Auch anfangs furchterregende Stellen oder Hindernisse waren am Ende kaum mehr der Rede wert.

Wir hatten immer eine kleine Steigerung bei der durschnittlichen Geschwindigkeit pro Tagesteilstrecke. In der Tagesauswertung wird dies nicht direkt ersichtlich – s. Streckenwerte & Kosten.

Streckenwerte & Kosten

Ich persönlich fand es toll mit meinem Pferd unterwegs zu sein, zu sehen wie es sich in fremder Umgebung verhält, zu sehen, wie es sich mit anderen Pferden verhält und wieder ein Stück weit eine neue Seite von ihm zu entdecken.

Es war schön in Franken und abgesehen von ein paar Momenten 😉 eine tolle Erfahrung. Dieses kleines Abenteuer war wirklich eine Bereicherung für meine Pferd-Mensch-Beziehung.

Weiterführende Links

Wenn man wieder zuhause ist, stellt man fest, dass es dort eigentlich auch ganz schön ist und man nicht unbedingt hunderte von Kilometern reisen muss, um an ein schönes Plätzchen zu kommen.

So haben wir beschlossen, dass wir im nächsten Jahr u. a. unsere Region um den Stall ausladender mit unseren Pferden erkunden werden.

Die Wegstrecken und Stopps werden wir uns schon in den Wintermonaten auf der Karte ansehen und im Frühjahr entweder mit dem Fahrrad abfahren oder gleich abreiten.

Ich freue mich schon darauf. 🙂

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